Montag, 1. März 2010

Erderwärmung setzt Kaffee-Produktion zu

Die weltweite Kaffee-Produktion wird durch den Klimawandel beeinträchtigt. Die Erzeugung sinkt, die Nachfrage steigt.

Die Kaffeeproduzenten weltweit bekommen zunehmend Probleme wegen der globalen Erwärmung des Klimas. Nach Angaben der Internationalen Kaffee-Organisation (OIC) ist die Produktion des Kaffees weltweit gesunken. Der Kaffeedurst nimmt jedoch weiter deutlich zu.
"Es gibt schon Beweise für wichtige Änderungen durch das Klima", sagte der Vorsitzende des OIC, Néstor Osorio auf der 3. Weltkaffee-Konferenz am Wochenende in Guatemala-Stadt. Um die Produktion zu steigern, will die Kaffee-Industrie in Lateinamerika vor allem die Kleinbauern fördern.

Temperatur

In den vergangenen 25 Jahren sei die Temperatur in den Kaffeegebieten um ein halbes Prozent gestiegen, sagte Osorio. "Das ist fünfmal mehr als in den 25 Jahren davor." Deshalb seien die Bauern gezwungen, in noch höhere Regionen auszuweichen. Bislang wird der Hochlandkaffee in Höhen zwischen 1200 und 1.500 Metern über dem Meeresspiegel angebaut.

Nach Untersuchungen der OIC wird die Erderwärmung schon bald dazu führen, das die Produktion der steigenden Nachfrage nicht mehr nachkommen kann. Kaffee-Spezialitäten werden nicht nur in den Industrieländern immer beliebter.

Nachfrage steigt

Seit 2001 sei die Nachfrage von rund 62 Mio. Tonnen bis auf fast 80 Mio. Tonnen 2009 gestiegen. Jedoch habe die Produktion im vergangenen Jahr nur 75 Mio. Tonnen betragen, berichtet die Kaffee-Organisation.

Insgesamt sind die Exporte aus neun Kaffee produzierenden Ländern Lateinamerikas um 28 Prozent gefallen. Von Oktober 2009 bis Jänner 2010 wurden aus Kolumbien, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Mexiko, Peru und der Dominikanischen Republik 5,6 Mio. Sack (á 60 Kilogramm) Kaffee exportiert.

Quelle: Kurier.at