Montag, 28. November 2011

Kaffee und soziales Engagement in Tansania

Seit geraumer Zeit bieten wir unseren Kunden aussergewöhnlichen Hochlandkaffee aus Tansania an. Was viele nicht wissen,  dieser Kaffee wird direkt über eine private Initiative nach Deutschland importiert und der Erlös aus dem Verkauf kommt unmittelbar den Kleinbauern vor Ort zu Gute.

Der Verein "Songea-Bavaria-Netzwerk"

Erste Kontakte knüpfte vor zwölf Jahren der Seniorchef der Bäckerei Bauer, Albert Bauer, mit Pfarrer Xaver Kasimoto Komba aus Songea im Süden Tansanias. Pfarrer Komba, der derzeit seine Studien in Bayern vollendet, hatte den Verein zusammen mit Bürgern aus Neubeuern, Rohrdorf und Grafing ins Leben gerufen. Neubeuern ist Sitz dieses Netzwerks, das sich die Unterstützung des ostafrikanischen Landes zur Aufgabe machte. Inzwischen wurden im Rahmen von Hilfe zur Selbsthilfe Kindergärten, Waisenhäuser und Schulräume gebaut und eine Krankenstation saniert.

Kleinbauern sind das Rückgrat der Kaffee-Erzeuger in Tansania

Fast 400.000 kleinbäuerliche Familien bauen auf ihren Feldern mit einer Durchschnittsgröße von einem halben Hektar rund um ihre Hütten über 90% des tansanischen Kaffees an. Im Vergleich mit anderen Kaffeeerzeugerländern ist ihr Hektarertrag von nur 150-200 kg sehr niedrig. Der Kaffee jedoch ist anerkanntermaßen von höchster Qualität. Der im 19. Jahrhundert von den Europäern eingeführte Kaffee hat inzwischen eine Schlüsselrolle in der Wirtschaft des Landes, welches zu den ärmsten der Welt zählt. Er macht etwa ein Viertel des gesammten Exports aus. Fast jeder zehnte Tansanier lebt direkt oder indirekt vom Kaffee.

Tansania ist ein ideales Kaffeeanbauland

Im Hochland findet der Arabica Kaffee optimale Bedingungen vor. Wegen seines nährstoffreichen Vulkanbodens und der Höhe dieser Region ist vor allem das Gebiet um den Kilimanjaro, Afrikas höchstem Berg, berühmt für seinen Arabica. Dazu kommen die Usambara-Berge im Nordosten und das fruchtbare Hochland im Südwesten des Landes.

Unser "Tansania Songea Arabica Kaffee" ist harmonisch und ausgewogen, mit feiner Säure, sowie einer fruchtig blumigen Note und unsere Empfehlung für einen milden und doch vollen Geschmack.



Montag, 17. Oktober 2011

Kaffee und Klimawandel - hier braut sich was zusammen

Der Klimawandel bedroht laut einem Artikel der "union of concerned scientists" sämtliche grossen Kaffeeanbauregionen dieser Erde.

Höhere Temperaturen, längere Trockenperioden unterbrochen von Starkregen, widerstandsfähige Schädlinge sowie neu auftretende Parasiten - alles im Zusammenhang mit dem Klimawandel - haben die Kaffeeernten seit Jahren dramatisch reduziert.

Die verschiedenen Kaffeearten sind an die jeweiligen klimatischen Verhältnisse angepasst. Steigt die Temperatur auch nur um ein halbes Grad, bedeutet das bereits einen grossen Unterschied für die Pflanzen. Die langfristige Häufung von extremen und nicht saisonal bedingten Regenfällen führte bereits zu grossen Ernteausfällen und bedroht somit die Lebensgrundlage der Kaffeepflanzer. Zum Beispiel sank die indische Kaffeeproduktion seit 2002 um fast 30 Prozent.

Zusätzlich vergrößerte die Erwärmung den Lebensraum und somit die Verbreitung des "Kaffee-Bohrers", einem der bedrohlichsten Feinde der Kaffeekirsche. Auch der "Kaffeerost", ein Pilzbefall, der bei den bisher in den Hochlagen vorherrschenden kühleren Temperaturen nicht auftrat. Costa Rica, Indien und Äthiopien, drei der 15 größten Kaffeeanbauländer, sind hiervon betroffen und verzeichnen einen starken Rückgang der Ernteerträge.

Von der Plantage bis zum Café

Die rückläufige Verfügbarkeit der beliebten Arabica-Kaffeebohnen - hauptsächlich angebaut in Ost- und Zentralafrika, Lateinamerika, Indien und Indonesien - wird in den Geldbörsen der Supermarkt- sowie Coffeeshop-Kunden bereits schmerzlich verspürt.

Auf den Weltmärkten ziehen die Kaffeepreise angesichts gestiegener Nachfrage bei gleichzeitiger Verknappung des Angebotes seit Jahren stark an und viele Markenhersteller und Importeure müssen in Folge die Preise erhöhen.

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die morgens eine oder mehrere Tassen Kaffee benötigen, um in die Gänge zu kommen, könnte sich Ihre Welt bald dramatisch verändern. Die schwindende Verfügbarkeit von Kaffee ist nur ein Beispiel, wie die Klimaerwärmung unser Leben beeinflusst und sollte ein Weckruf für uns alle sein.

Es ist höchste Zeit zu handeln und die zur Klimaerwärmung führenden Emissionen zu reduzieren. Denn wer möchte schon morgens Kaffeetrinker ohne ihren Kick ertragen?

Weitere Information zu Auswirkungen des Klimawandels und Lösungsmöglichkeiten finden Sie unter: http://www.climatehotmap.org/

Montag, 30. Mai 2011

il Tiro: Die Espresso-Waffe


Bei dieser Art der Espresso-Zubereitung sorgt schon die Maschine für den Adrenalinschub und nicht erst das Koffein. Der Kaffee und das nötige heiße Wasser kommt im Fall des il Tiro aus einer kanonenförmigen Espresso-Waffe. Um einen “Schuss” Espresso zuzubereiten, wird die Knarre einfach mit Patronen und Wasser gefüllt. Letzteres wird im Inneren der Wumme erhitzt. Durch das Drücken des Abzugs schießt das heiße Wasser in die Patrone. Kurze Zeit später kommt aus dem Lauf des il Tiro brühend heißer Espresso. Die Strom- und Kaffee-Versorgung erfolgt über eine separate Docking-Station. Noch handelt es sich bei dem Entwurf des österreichischen Designers Stefan Riegebauer nur um ein Konzept. Ob die Espresso-Knarre irgendwann in die Realität umgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Unten gibt es ein Video, in dem die außergewöhnliche Espressomaschine in Aktion zu sehen ist. Aufladen, durchladen und abfeuern!